Tutzing feiert Verlängerung der Auszeichnung „Fairtrade-Gemeinde“

Die Gemeinde Tutzing ist „Fairtrade-Gemeinde“ 1

Seit Juli 2020 ist die Gemeinde Tutzing Fairtrade-Town und setzt sich mit viel Elan dafür ein, den fairen Handel auf lokaler Ebene zu fördern. Die alle zwei Jahre erforderliche Bewerbung zur Titelerneuerung war erfolgreich. Nach eingehender Prüfung der hierfür nötigen Kriterien hat Fairtrade Deutschland e. V. den Titel um weitere zwei Jahre verlängert.

Die Gemeinde Tutzing sowie ein Team aus Mitgliedern der Steuerungsgruppe und des Weltladens haben sich aus diesem Grund etwas Besonderes einfallen lassen. Am vergangenen Samstag wurden an einem Stand auf dem Tutzinger Wochenmarkt faire Erfrischungsgetränke zum Probieren angeboten. Auch wenn das Wetter nicht ganz so mitspielte, wurden die Getränke gut von den Passanten angenommen. Gleichzeitig konnten die Probierenden Informationen über den fairen Handel erhalten und fair gehandelte Produkte zum Kauf erwerben.

Auch Bürgermeisterin Marlene Greinwald war dabei, probierte ebenfalls die leckeren Erfrischungsgetränke und überreichte der Vorsitzenden des Weltladen Tutzing e. V. feierlich die Urkunde über die Verlängerung der Auszeichnung „Fairtrade-Gemeinde“.

Ein großer Dank gilt allen Ehrenamtlichen, die diese Aktion möglich gemacht haben, sowie den engagierten lokalen Akteuren aus Politik, Zivilgesellschaft und Wirtschaft, die für eine stete nachhaltige Verankerung des fairen Handels eng zusammenarbeiten.

Die Gemeinde Tutzing bleibt „Fairtrade-Gemeinde“

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Die Gemeinde Tutzing erhielt im Juli 2020 erstmalig die Auszeichnung für ihr Engagement zum fairen Handel, für die sie nachweislich fünf Kriterien erfüllen musste. Im Büro der Bürgermeisterin sowie bei Besprechungen und Sitzungen des Rats bzw. der Ausschüsse wird fairer Kaffee ausgeschenkt und ein weiteres Produkt aus fairem Handel angeboten, die Unterstützung des fairen Handels ist in einem Ratsbeschluss festgehalten. Eine Steuerungsgruppe koordiniert alle Aktivitäten, in Geschäften und gastronomischen Betrieben werden mindestens zwei Produkte aus fairem Handel angeboten, die Zivilgesellschaft leistet Bildungsarbeit und die lokalen Medien berichten über die Aktivitäten vor Ort.

Der Titel wird jeweils für die Dauer von zwei Jahren durch Fairtrade Deutschland e. V. verliehen. Anfang Juni 2022 wurde die Titelerneuerung durch die Gemeinde Tutzing in enger Zusammenarbeit mit der Steuerungsgruppe beantragt. Nach intensiver Prüfung des Antrags durch Fairtrade Deutschland e. V. wurde festgestellt, dass Tutzing weiterhin alle fünf Kriterien der Fairtrade-Towns Kampagne erfüllt und somit für weitere zwei Jahre den Titel Fairtrade-Town tragen darf. Tutzing ist eine von fast 800 Fairtrade-Towns in Deutschland. Das globale Netzwerk der Fairtrade-Towns umfasst über 2.000 Fairtrade-Towns in insgesamt 36 Ländern, darunter Großbritannien, Schweden, Brasilien und der Libanon.

Die Freude bei der Gemeinde Tutzing und der Steuerungsgruppe über die Bestätigung der Auszeichnung ist sehr groß. Dank der vielen engagierten Akteure aus Politik, Zivilgesellschaft und Wirtschaft konnte in den vergangenen zwei Jahren der faire Handel weiter nachhaltig verankert werden. Auch in Zukunft wird sich die Gemeinde Tutzing weiter für den fairen Handel einsetzen und würde es sehr begrüßen, wenn noch weitere Tutzinger Einzelhandelsgeschäfte, Cafés, Restaurants oder Vereine faire Produkte anbieten und verwenden.

Faire Rosen zum Valentinstag

Die Gemeinde Tutzing ist „Fairtrade-Gemeinde“ 3

Seit 2020 ist die Gemeinde Tutzing Fairtrade-Town und setzt sich auf lokaler Ebene für faire globale Handelsbedingungen ein. Zum Valentinstag gab es aus diesem Grund für Besucher des Tutzinger Rathauses ein kleines Geschenk, das Freude verbreitet hat: jeder bekam eine Rose aus fairem Handel geschenkt.

Die Valentinstagsidee der Gemeinde Tutzing fand im Rahmen der Aktion „Flower Power – Sag’s mit fairen Blumen“ von Fairtrade statt. Die Rose dient darin als Symbol für Anerkennung und Wertschätzung.

Diese Werte sollten auch beim Anbau der beliebten Blumen gelten. Doch die Realität in den Anbauländern der Rosen sieht oft anders aus. Sie kommen meist aus Ostafrika. Viele Pflückerinnen auf den Rosenfarmen in Kenia, Äthiopien und Tansania arbeiten unter schlechten Bedingungen, wie fehlende Arbeitsverträge oder mangelndem Arbeitsschutz. Durch den fairen Handel stärken Blumenarbeiterinnen ihre Rechte und können ihre Arbeits- und Lebenssituation verbessern.

Dabei möchte die Gemeinde Tutzing mit ihrer Aktion einen kleinen Beitrag leisten.

Die Fairtrade-Gemeinde Tutzing stellt sich mit einem Steckbrief vor

Fairtrade Broschüre Deckblatt

Die Gemeinde Tutzing ist bekanntlich seit dem 17. Juli 2020 Fairtrade-Gemeinde. Im November 2020 wurde uns die Möglichkeit gegeben, sich in einer von der Eine Welt-Promoterin „Oberbayern Süd“ zu erstellenden Broschüre mit einem Steckbrief vorzustellen. Diese Gelegenheit haben wir genutzt, so dass die Gemeinde Tutzing als Fairtrade-Kommune in der nun fertiggestellten Broschüre „Lokal handeln, global wirken – Fairtrade-Kommunen in der Region „Oberbayern Süd“ stellen sich vor“ mit einem Steckbrief zu finden ist. Die vollständige Broschüre können Sie hier einsehen.

Gleichzeitig mit Erstellen des personalisierten Steckbriefes der Gemeinde Tutzing für die Broschüre haben wir das bisherige Fairtrade-Logo für unsere Gemeinde individualisieren lassen. Wir haben uns bei der Gestaltung unseres eigenen Fairtrade-Logos durch den Fisch als das Wappentier der Gemeinde Tutzing inspirieren lassen. In dem Fairtrade-Logo für unsere Gemeinde sind seither drei schwimmende Fische zu ersehen. Das Logo finden Sie entweder hier unter der Rubrik „Fairtrade-Gemeinde“ oder aber auch auf der Startseite sowie den jeweiligen einzelnen Unterrubriken unserer Homepage ganz oben links angefügt.

Für die Zukunft haben wir vorgesehen, eine zunächst interne Infoveranstaltung zum Thema faire Beschaffung stattfinden zu lassen. Wir möchten künftig noch mehr Produkte fair beschaffen und in der Gemeinde nutzen. Gegebenenfalls gibt es – sobald es die aktuelle Lage im Hinblick auf die Corona-Pandemie zulässt – zum Thema faire Beschaffung auch eine öffentliche Veranstaltung. Hierüber werden wir zu gegebener Zeit rechtzeitig informieren bzw. einladen.

Tutzing ist damit die 187. Kommune und 54. Gemeinde in Bayern

Fairtrade Urkunde Tutzing

Die Gemeinde Tutzing wurde, am Freitag, 17. Juli 2020, als 691. Fairtrade-Town mit dem Titel ausgezeichnet. Tutzing ist damit die 187. Kommune und 54. Gemeinde in Bayern. In Zeiten von Corona erfolgt die Auszeichnung digital.

Dem gemeinsamen Einsatz zahlreicher Engagierter ist es zu verdanken, dass Tutzing mit diesem Titel ausgezeichnet wurde. Angefangen hat der Weg mit der Gründung einer Steuerungsgruppe am 28.11.2017, mit Personen aus mehreren Bereichen, wie Politik, Wirtschaft und Zivilgesellschaft. Im Anschluss daran wurde am 09.01.2018 der Gemeinderatsbeschluss gefasst.

Für das nächste Kriterium wurden lokale Einzelhandelsgeschäfte und Floristen, sowie Cafés und Restaurants gesucht, die mindestens zwei Produkte aus fairem Handel anbieten. Wir möchten uns dafür beim Biomarkt Tutzing, dem Boutique Hotel Reschen, dem Tutzinger Keller und dem Geschäft Blumen Liesl bedanken. Zudem verwendet auch die Akademie für Politische Bildung regionale und fair gehandelte Produkte. Die Evangelische Akademie Tutzing ist mit dem Premium-Umweltmanagement-Label der Europäischen Union „EMAS“ ausgezeichnet. Sie richtet ihre Arbeit seit langem an Nachhaltigkeitsgrundsätzen aus. Auch in der Küche der Akademie wird das deutlich: „Tierschutz auf dem Teller“, Lebensmittel aus BIO-Herkunft, Fair Trade-Handel und regionale Produkte haben Vorrang. So verwendet die Akademie ausschließlich Fair Trade-Kaffee.

Unsere großen Einkaufsläden in Tutzing verkaufen eine Vielzahl von Fairtrade-Artikeln.

Bei der Zivilgesellschaft haben uns die mittlerweile zur Fairtrade-School ausgezeichnete Benedictus-Realschule, die Evangelische Christuskirche, die Katholische Kirchenstiftung St. Joseph und der Weltladen Tutzing e.V. unterstützt.

Während der gesamten Vorbereitungszeit wurde immer wieder über die Aktivitäten und den Stand der Bewerbung in den Medien berichtet. Somit konnte auch dieses Kriterium erfüllt werden.

Im Dezember letzten Jahres hat die FairTrade-Kochshow in Tutzing Halt gemacht und mit gutem Essen und interessanten Beiträgen weiter über das Thema informiert. Jährlich findet zudem ein Faires Frühstück statt.

Wir freuen uns, dass sich Tutzing nun Fairtrade-Gemeinde nennen darf und auf die weiteren Aktionen in den nächsten Jahren. So fördern wir zukunftsweisend den fairen Handel auf kommunaler Ebene. Sollten noch weitere Tutzinger Einzelhandelsgeschäfte, Restaurants, Cafés oder Vereine faire Produkte anbieten oder Bildungsarbeit zum Thema fairer Handel durchführen wollen, melden Sie sich gerne bei uns in der Gemeinde.

Die Gemeinde Tutzing wurde, am Freitag, 17. Juli 2020, als 691. Fairtrade-Town mit dem Titel ausgezeichnet. Tutzing ist damit die 187. Kommune und 54. Gemeinde in Bayern. In Zeiten von Corona erfolgt die Auszeichnung digital.