Tutzing hilft im Mittelmeer – Spendenaktion erfolgreich angelaufen

Ein erster Info-Stand auf dem Tutzinger Wochenmarkt, Flyer, Plakate, Webauftritte machten es möglich: Die Aktion „Tutzing hilft im Mittelmeer“ hat die ersten Spenden erhalten für die geplanten Hilfen in den griechischen Flüchtlingslagern. Insgesamt sind über den Beitrag des Gemeinderats (3.000 EUR) hinaus etwa 3.500 EUR in den ersten Tagen zusammengekommen.

Das ist ein sehr guter Anfang. Wir sagen Dankeschön an alle, die mit beigetragen haben. Wir werden weitermachen, Sie können weiter helfen.

Bitte nutzen Sie für Ihre Spende folgenden Link:
https://betterplace.org/p87499

Oder nutzen Sie folgende Spendenkonten:

  • Gemeinde Tutzing
IBAN DE 92 7025 0150 0430 5700 44
  • Katholische Kirchenstiftung St. Joseph Tutzing IBAN DE 09 7025 0150 0017 2467 78
  • Evangelisch-lutherische Kirchengemeinde Tutzing/Bernried IBAN DE 21 7025 0150 0010 5808 19

Es entstehen bereits erste Kontakte zu Hilfsorganisationen, die nach dem Entscheid unserer Jury möglicherweise Hilfen erhalten. Eine Augsburger Ärztin, Frau Dr. Maria Möller, war für die Organisation Medical Volunteers International e.V. in Lesbos. Sie schrieb einen Erfahrungsbericht, aus dem wir nur einen kleinen Teil hier zitieren wollen:

„Sehr viele Menschen sind schwer traumatisiert, haben Folter, Gefängnis, Missbrauch, Hunger und Durst hinter sich. So musste ich lernen, mit den vielen Panikattacken umzugehen, wie ich es vorher nicht in dieser Form erlebt hatte. Die Patient*innen kamen in hoher Anspannung in den Warteraum, stürzten auf den Boden und es glich einem epileptischen Anfall mit Stöhnen, Schaum vor dem Mund, Einnässen und Bewusstseinsverlust. Mit liebevoller Zuwendung und beruhigenden Worten mussten diese Patient*innen beruhigt und zurückgeholt werden in die grausame Realität.

Halluzinationen waren ebenfalls ein häufiger Behandlungsanlass. Insbesondere Männer aus der Demokratischen Republik Kongo sahen hinter jedem Busch einen Soldaten, der sie angreift und wollten zurückschlagen oder haben sich ängstlich versteckt. Manche kamen auch mit einem Galgenstrick um den Hals in die Ambulanz, damit sie sich notfalls erhängen könnten. In der Nacht kommen dann all die schrecklichen Albträume mit Schlaflosigkeit, Schreien,… Drogen spielen natürlich auch hin und wieder eine Rolle. Einige Frauen trauten sich auch, über „häusliche“ Gewalt zu sprechen. Es gibt einen geheimen Zufluchtsort auf der Insel für diese Frauen. Doch meist wurde das Angebot dann doch nicht angenommen.“

Die Situation in den griechischen Lagern scheint unbeschreiblich zu sein.

Wir müssen nicht nur finanziell, wir müssen auch politisch helfen.

Wir müssen die europäischen Regierungen, zuallererst unsere eigene in Berlin, dazu ermuntern, diese Menschen aus den Lagern zu holen.

Griechenland alleine kann die Probleme nicht lösen. Wir müssen und können helfen. Bis dahin hilft Ihre Spende. Herzlichen Dank dafür!

Ökumenischer Unterstützerkreis Tutzing
zusammen mit allen Initiatoren der Aktion „Tutzing hilft im Mittelmeer“

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