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In Gedenken an unseren Ersten Bürgermeister Rudolf Krug

Tief bewegt und voller Trauer haben wir uns hier in unserer Pfarrkirche St. Joseph versammelt, um von unserem Ersten Bürgermeister Rudolf Krug Abschied zu nehmen. Es fällt unendlich schwer, zu begreifen, dass Rudi Krug nun nicht mehr unter uns ist. Hatten wir doch so sehr gehofft, dass er den Kampf gegen seine schwere Krankheit gewinnen und wieder in sein Amt zurückkommen würde.

Rudi Krug war ein Kämpfer im besten Sinn – fair, ausdauernd und immer respektvoll im Umgang mit seinem „Gegenüber“. Diese Eigenschaften zeigte er zu Beginn seiner kommunalpolitischen Laufbahn, als er mit großer Geduld und Beharrlichkeit gegen das ungeordnete Aufstellen von Mobilfunk-Antennen in der Nähe von Wohnsiedlungen kämpfte und mit einem gut durchdachten Konzept verträglichere Lösungen auf den Weg bringen konnte.

Und ein weiteres Beispiel von vielen für seine Ausdauer und Beharrlichkeit zeigte sich auch unmittelbar nach seiner Wahl zum Ersten Bürgermeister, als es darum ging, die völlig festgefahrenen Pläne für den Bau zweier Kindergärten- und Krippen auf der sogenannten Rotkreuzalm aus der Schublade zu ziehen und mit neuen und besser durchdachten Plänen diese beiden Kinderbetreuungseinrichtungen noch innerhalb der knappen Förderfristen für Kinderkrippen fertig zu stellen. Es war ein wunderbarer Tag für Rudi Krug, als er den fertiggestellten Waldorf-Kindergarten selbst eröffnen durfte.

Es wäre aber viel zu kurz gesprungen, würde ich Rudi Krugs Charakter nur mit seinem Fleiß, seiner Ausdauer und Beharrlichkeit beschreiben.

Was ihn so auszeichnete und zu einem überaus beliebten und geachteten Bürgermeister machte, war seine große Empathie für die Mitbürgerinnen und Mitbürger der Gemeinde und auch für diejenigen, die auf der Suche nach Schutz und Sicherheit als Flüchtlinge zu uns nach Tutzing kamen. Für Rat suchende Mitbürger nahm er sich viel Zeit.

Intensiv setzte er sich auch für die Flüchtlinge in Tutzing ein und nahm, wann es ihm immer möglich war, an den monatlichen Sitzungen des Helferkreises teil. Weltoffenheit und Toleranz waren Leitmotive für ihn als Bürgermeister aber auch für den privaten Rudi Krug.

Auch die Städtepartnerschaften lagen ihm sehr am Herzen. Dass diese Verbundenheit mit den Partnergemeinden auf Gegenseitigkeit beruhte, zeigt sich auch darin, dass Sie verehrte Frau 2. Bürgermeisterin Baque-Honold zusammen mit Ihrem Kollegen Herrn Barthe heute extra aus Bagnères gekommen sind, um von Herrn Krug Abschied zu nehmen.

Wir sind zusammen mit der Familie Krug sehr dankbar für dieses Zeichen der Anteilnahme.

Viele große Projekte stieß Rudolf Krug an – beispielhaft seien hier nur die überfällige Sanierung der Mittelschule, die Grunderneuerung der Hauptstraße und der Bau von geförderten Wohnungen am Kallerbach genannt. Wie gerne hätte er die weitere Umsetzung und Vollendung seiner Projekte begleitet und voran getrieben. Mit seinem Namen aber werden sie immer verbunden sein. So bleibt neben unserer tiefen Trauer auch größte Dankbarkeit für seinen engagierten Einsatz zum Wohle unserer Gemeinde.

Im Namen aller Mitarbeiter der Gemeinde danke ich unserem Bürgermeister Herrn Krug für seinen immer respektvollen Umgang. Alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter teilen die tiefe Trauer seiner Familie und Freunde. Sein Andenken werden die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Gemeinde stets in hohen Ehren halten.

Für alle Bürgerinnen und Bürger Tutzings und seiner Ortsteile danke ich herzlichst für einen überaus engagierten Bürgermeister, der sich so sehr um ein friedliches Miteinander Aller bemühte und dem das Wohl der Gemeinde und seiner Bürger so sehr am Herzen lag.

Auszüge aus der Rede unserer 2. Bürgermeisterin Frau Elisabeth Dörrenberg