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Wilhelm-Hausenstein-Kulturpreis der Gemeinde Tutzing

Die „Tutzinger Brahmstage“ erhielten 2016 den Wilhelm-Hausenstein-Kulturpreis

Die Brahmstage erinnern in jedem Jahr mit einer Reihe von Konzerten an den Aufenthalt von Johannes Brahms in Tutzing im Sommer 1873, in dem er bedeutende Werke vollendete. Die ersten Brahmstage fanden 1997 anlässlich des 100. Todestages des Komponisten statt. Seitdem haben sie sich „zu einer herausragenden Konzertreihe mit unverwechselbaren Programmkonzepten, international renommierten Künstlern und überregionaler Ausstrahlung entwickelt. Tutzing rückt durch die Brahmstag alljährlich ins „kulturelle Rampenlicht“, begründet das Kuratorium seine Entscheidung. Mit der Verleihung des Wilhelm-Hausenstein-Kulturpreises würdigt die Gemeinde Tutzing den Einsatz für die Pflege von Brahms musikalischem Erbe und die damit für Tutzing verbundene überregionale Ausstrahlung als Kulturstandort.

Seit 2007 lobt die Gemeinde Tutzing den Wilhelm-Hausenstein-Kulturpreis für hervorragendes kulturelles Wirken aus.
Der Preis ist mit 2.000,00 € dotiert und wird verliehen für besondere Leistungen auf den Gebieten der bildenden Kunst, der Architektur und der Denkmalpflege, der Musik, des Theaters, des Brauchtums, der Fotografie und des Films, der Literatur, des Schrifttums und der Geschichtsforschung sowie auf dem Gebiet der ausführenden und darstellenden Kunst. Bisherige Preisträger waren der Komponist Gert Wilden (2007),  Albrecht Steinert  (2008) und Sigrid Wever (2009) im Genre Bildende Kunst, Harald Kuhn (2010) für vorbildlichen Denkmalschutz, das Roncalli KulturForum als Kultur- und Bildungseinrichtung (2012), die Fotogruppe Traubing (2013), das KurTheater Tutzing (2014) und die Tutzinger Gilde im Genre Brauchtumspflege (2015).

Tutzinger Gilde

In Würdigung ihrer Verdienste für die HEIMAT- und BRAUCHTUMSPFELGE wurde am  05. Juli 2015  der Tutzinger Gilde der Wilhelm-Hausenstein-Kulturpreis verliehen.

Die Tutzinger Gilde trägt seit 40 Jahren aktiv, kontinuierlich und auf unverwechselbare Weise zum Erhalt des Musik- und Tanzgutes, der bayerischen Mundart und der Pflege alter überlieferter Bräuche bei.  Die Gilde bewahrt die im 19. Jahrhundert in unserer Region von der Bevölkerung getragene Tracht. In den Tanzgruppen des Vereins (Kinder- und Jugendtanzgruppe, Volkstanzkreis und Plattlergruppe) werden auch die nachwachsenden Generationen systematisch  in historischem alpenländischem Tanzgut ausgebildet.

KurTheaterKurTheater Tutzing – Eva-Maria und Michael Teubig

Mit dem Wilhelm-Hausenstein-Kulturpreis 2014 wurde das Genre FILM ausgezeichnet.
Tutzings Kino, das KurTheater, erhielt den Preis für sein qualitativ herausragendes Filmprogramm und für die Erhaltung und Pflege des Traditions-Kinos als einen kulturellen Treffpunkt Tutzings, am 11. Dezember 2014.

Seit vielen Jahren zeichnet sich das Programmangebot des Tutzinger Kinos durch ein herausragendes Filmprogramm mit einem hohen kulturellen Anspruch aus. Das KurTheater führt regelmäßig Filmreihen mit unterschiedlichsten thematischen Schwerpunkten durch und ist dadurch für verschiedenste Zielgruppen ein wichtiger kultureller Treffpunkt und ein Ort für Austausch und kreative Diskussion. Tutzings Kino sorgt mit seinem Angebot dafür, dass die Kultursparte „Film“ für die Gemeinde Tutzing erhalten bleibt.

Fotogruppe Traubing

Mit der Fotogruppe Traubing wurde 2013 die FOTOGRAFIE ausgezeichnet.
Zu ihrem 40-jährigen Vereinsjubiläum erhielt die Fotogruppe, in Würdigung der vielfältigen und ambitionierten Fotoarbeiten am 30. Dezember 2013, den Preis.

Der Verein präsentiert sich regelmäßig bei Ausstellungen im Landratsamt, Rathaus, Roncallihaus und im Buttlerhof Traubing.
Die Fotogruppe Traubing nimmt außerdem an überregionalen Fotowettbewerben teil.

KulturForum des Roncallihauses

Mit dem KulturForum des Roncallihauses erhielt im Jahr 2012 ein ehrenamtlich tätiger Bildungsakteur den Wilhelm-Hausenstein-Kulturpreis.
Am 20. Oktober 2012 wurde das Roncalli KulturForum für sein – damals bereits 10-jähriges kontinuierliches, vielfältiges und ambitioniertes Kulturprogramm und seine Aus- und Weiterbildungsangebote mit dem Preis ausgezeichnet.
Das Programmangebot des Roncalli KulturForums bedient alle kulturellen Sparten, erreicht über Generationen und Milieus hinweg die unterschiedlichsten Zielgruppen und sorgt für musisch-kulturelle BILDUNG.

Die ehrenamtlich erbrachten Leistungen des KulturForums sind ein Vorzeigebeispiel bürgerschaftlichen Engagements.

Villa SchnellHarald Kuhn

Der Wilhelm-Hausenstein-Kulturpreis des Jahres 2010 wurde für gelungenen DENKMALSCHUTZ vergeben.

Am 30. November 2010 erhielt Harald Kuhn den Preis für die umsichtige und nach denkmalpflegerischen Gesichtspunkten höchst sachkundige Renovierung der unter Denkmalschutz stehenden und ortsbildprägenden „Villa Schnell“.

Sigrid Wever

Für ihre künstlerischen Leistungen und ihr kunsttherapeutisches Engagement erhielt Sigrid Wever am 26. November 2009 den Wilhelm-Hausenstein-Kulturpreis.

Die Künstlerin ist seit Jahren durch zahlreiche Ausstellungen nicht nur regional, sondern darüber hinaus bekannt. Neben der MALEREI ist die Kunsttherapie ein wichtiges Tätigkeitsfeld Sigrid Wevers.

Albrecht Steinert (1925 – 2012)

Dem MALER und GRAPHIKER Albrecht Steinert wurde der Wilhelm-Hausenstein-Kulturpreis am 9. April 2008 in Würdigung seiner künstlerischen Leistungen verliehen.

Für die Gemeinde Tutzing entwarf er unter anderem die Partnerschaftstafeln an den Ortseingängen.
Für das Foyer des gemeindlichen Gasthauses Buttlerhof schuf er ein Ölgemälde.

Gert Wilden (1917 – 2015)

Die erste Preisvergabe des neugeschaffenen Wilhelm-Hausenstein Kulturpreises erfolgte im Genre MUSIK.
Am 5. November 2007 wurde Gert Wilden für sein Lebenswerk als Musiker, Film- und Schlagerkomponist ausgezeichnet.

Gert Wilden komponierte für 64 Kinofilme die Musik, er schrieb 11 Operetten und Musicals und war für über 400 Fernsehprogramme musikalisch verantwortlich.

Er gründete und leitete die „Vielharmoniker“, mit denen er 27 Jahre die Welt bereiste.