Menu

Städtepartnerschaften

Mit Frankreich verbindet Tutzing die Partnerschaft zu dem Ort Bagnères-de-Bigorre. Weitere Informationen finden Sie auch auf der Seite von france-voyage.com und Zimmerinformationen bei www.suedfrankreich-netz.de.

Auch mit Ungarn besteht eine Städtepartnerschaft, und zwar mit dem Ort Balatonkenese am Plattensee. Auf der deutschsprachigen Seite www.balaton.hu und auf der ungarischen Seite www.balatonkenese.hu gibt es nähere Informationen. 
Einen Zimmernachweis für Balatonkenese finden Sie unter http://zimmerinfo.hu/balatonkenese.

Für die Gemeinde Niederebersdorf im Sudetenland hat Tutzing die Patenschaft übernommen.

Natürlich freut sich der Freundeskreis Tutzing-Bagnères-Balatonkenese über neue Mitglieder. Aber auch jede andere Hilfe ist willkommen. Beim Besuch der Freunde aus Ungarn oder Frankreich werden zum Beispiel immer private Unterkünfte gebraucht. Wenn Sie Interesse haben, informieren Sie sich doch und melden Sie sich bei Frau Stefanie v. Winning, Tel. 08158 / 3320 oder per E-Mail an Partnerstaedte@tutzing.de.

Bagnères de Bigorre

Bagnères ist eine renommierte Badestadt, urkundlich erwähnt schon in der Römerzeit (damals mit dem Namen Aqua Vicensis). Die Stadt kann auf eine beachtliche Tradition zurückblicken; schon 1823 wurden die Thermen gebaut. Erhebliche Investitionen haben die Stadt in den letzten Jahren positiv verändert, die Thermen wurden ebenso aufwendig wie geschmackvoll renoviert. Flure und Treppenhäuser in edlem Marmor, Aufenthalts- und Behandlungsräume, Thermalbecken, alles präsentiert sich nobel und vermittelt eine sehr gepflegte Atmosphäre; der Kurgast muss sich hier wohlfühlen.
Die Stadt liegt in Südfrankreich direkt am Fuß der Pyrenäen in einer reizvollen Landschaft, die mit unserer Gegend viel gemeinsam hat: grüne Wiesen, bewaldete Höhen, Bäche und Flüsse, die frisch und klar von den Bergen kommen. Das eindrucksvolle Stadtbild in geschlossener Bauweise lässt Tradition, Wohlstand und Kultur spüren. Beherrschend ist der nahegelegene, fast 3000m hohe Pic-du-Midi mit seinem großen, in wissenschaftlichen Kreisen hochrenommierten Observatorium. Seit dem Sommer 2001 ist es mit einer Seilbahn zu erreichen und auch innen zu besichtigen; ein Museum bietet interessante Einblicke.
Die Partnerschaft besteht seit 1975 und wird belebt durch alljährliche Besuche einer größeren Reisegruppe, einmal hinüber, einmal herüber. Verschiedene Vereine sind dabei aktiv, das Gymnasium und die Realschule sind mit regelmäßigem Schüleraustausch beteiligt.

Balatonkenese

Balatonkenese Panorama

Balatonkenese ist ein hübscher, aufstrebender Ferien- und Villenort am nordöstlichen Ende des Plattensees. Im Jahre 990 Besitztum eines Klosters, erlebte der Ort eine wechselvolle Geschichte mit Verwüstung durch die Tartaren, Türkenbesetzung und Freiheitskriegen. In einem liebevoll eingerichteten Heimatmuseum finden sich Zeugnisse der jüngeren Geschichte.
Während die Bewohner früher von Acker-, Weinbau und Fischzucht lebten, ist die Gemeinde heute sehr auf den Fremdenverkehr orientiert. Der Touristik-Prospekt erscheint zweisprachig: ungarisch und deutsch. Seit den 20iger Jahren wurden Acker und Weideflächen im benachbarten Balaton-Akarattya, das zur Partnergemeinde gehört, systematisch in Feriengrundstücke parzelliert und erschlossen. Höhere Beamte, Offiziere und andere begüterte Leute schufen sich hier ihr Feriendomizil. Auch Balatonkenese selbst wird nicht von massiven Hotelgebäuden dominiert, sondern eher von kleineren Privatpensionen geprägt. Ein so großes Gewässer wie der Plattensee ist natürlich Magnet für alle Arten von Wassersport, aber auch ruhige Spazierwege bieten sich an oder Möglichkeiten zum Reiten und Radfahren. Die Partnerschaft besteht seit 1993. Alljährlich im Wechsel wird ein Besuch im Partnerort organisiert.

20. Jahre Freundschaft – Besuch in Ungarn 2012

Patengemeinde im Sudentenland

Die Tutzinger Patengemeinde
Niederebersdorf Kreis Tetschen-Bodenbach, Sudetenland

Patenschaftsurkunde Tutzing NiederebersdorfMit einem festlichen Treffen hat die Gemeinde Tutzing am 5. und 6. September 1964 die Patenschaft von Niederebersdorf übernommen.
Niederebersdorf liegt in ca. 200 Meter Meereshöhe an der Bezirksstraße von Bensen über Markersdorf nach Böhm.-Kamnitz, fast unmittelbar an die Gerichtsbezirksstadt Bensen angrenzend. Die Entfernung nach der Kreisstadt Tetschen-Bodenbach beträgt 12 km. Niederebersdorf gehört noch in das Einzugsgebiet der böhmisch-sächsischen Schweiz, hat eine Längenausdehnung von etwa zwei Kilometern und ist als Waldhufendorf angelegt. Der Absbach durchfließt den ganzen Ort und mündet bei Bensen in den Polzen, der wiederum bei Tetschen von der Elbe aufgenommen wird. Das Gemeindegebiet ist leicht bergig. Vom Talgrund bis zu den Hangrücken steigt das Gelände der landwirtschaftlich genutzten Flurstreifen bis zu 400 m an. Neben der sehr ertragreichen Feld- und Viehwirtschaft, begünstigt durch ein mildes Klima, wurde auch viel Obstbau betrieben. Die Bergkämme sind mit ausgedehnten Nadel- und Laubwäldern bewachsen. Niederebersdorf war bis zur Vertreibung der Deutschen durch die Tschechen im Jahre 1945/46 ein Bauerndorf und durch die günstige Verkehrslage zum textilreichen Industriestädtchen Bensen und zur nahen Kreisstadt zugleich auch ein Arbeitnehmerdorf. Beide Bevölkerungsgruppen ergänzten sich harmonisch in einer vorbildlichen Ortsgemeinschaft, getragen durch viele ortsübliche Vereine aller Art. Fleiß, Lebenslust und Heimattreue waren in der fast ausschließlich katholischen Bevölkerung tief verwurzelt. Unser Dorf hatte 1230 Einwohner, die heute verstreut in mindestens 230 Dörfern und Städten Deutschlands, vereinzelt sogar im Ausland, eine Bleibe gefunden haben. Zur Zeit leben in unserem Dorfe etwa 600 Tschechen in noch 170 bestehenden Häusern. In den Nachbargemeinden, ja im gesamten Sudetengebiet sind die Verhältnisse ähnlich. Die 1830 zu Ehren der heiligen Rosa von Lima erbaute Dorfkapelle wurde nach 1945 von den neuen gottlosen Bewohnern ausgeplündert, gesprengt und dem Erdboden gleichgemacht. Niederebersdorf gehört zum Kirchsprengel Bensen mit der kath. Pfarrkirche Mariä Geburt.
Die neue, dreiklassige Volksschule wurde 1887 erbaut und hatte außer den Klassen bereits einen Turnsaal, Kochküchen, Lehrmittelzimmer, Werkräume und eine Lehrerwohnung. Der Schulturnplatz schloß sich an das Gebäude an. Niederebersdorf hat eine reiche geschichtliche Vergangenheit und wurde bereits 1380, also vor mehr als 600 Jahren, in böhmischen Landtafeleintragungen erwähnt, unter den Namen Abrsstorff oder später Ebarsdorff. Unser Ort brachte auch einige bedeutende Persönlichkeiten hervor, so zum Beispiel war Antonius von Salhausen, der von 1588-1625 Herr auf Niederebersdorf war, ein für die damalige Zeit bedeutender Renaissance-Bildhauer in ganz Nordböhmen. Wilhelm Langer war ein weit über die Grenzen unseres Heimatgebietes hinaus bekannter Musikdirigent. Nicht unerwähnt soll sein, daß von 1925-1938 Rudolf Böhm, geb. 1891, genannt der Bauerngeneral, Abgeordneter der politischen Partei „Bund der Landwirte” im Prager Parlament war. Die in unserem Ort meist vorkommenden Namen waren unter anderen: Schiffner, Schiefner und Lorenz, die nun auch in Tutzing nicht unbekannt sind.
Das lebendige Patenschaftsverhältnis zwischen Tutzing und Niederebersdorf bezeugen auch in Tutzing die „Niederebersdorfer Straße”, die „Niederebersdorfer Ecke” im Rathaus-Lesesaal mit dem Doppelwappen und der Urkunde für vorbildliche Patenschaft, sowie die Gedenktafel am historischen Vetterlhaus und die Patenschaftstafeln an den drei Tutzinger Einfahrtsstraßen. Die Gemeinde Tutzing bekennt sich mit der Übernahme der Patenschaft zum gemeinsamen, heimattreuen Wirken und will für die Gemeinde Niederebersdorf im Exil Mittelpunkt, Förderer, Hüter und Bewahrer Niederebersdorfer Tradition sein.
Niederebersdorf-ewige Heimat, nie entschwunden / Tutzing – unsere Zuflucht, treu verbunden.

Josef Schiffner sen.